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Echter Rauchmelder Test über viele Jahre

Das Angebot verschiedener Rauchmelder und Funkrauchmelder ist mittlerweile, nicht zuletzt auf Grund der Rauchmelderpflicht, sehr umfangreich. Neben bekannten Haus- und Sicherheitstechnik Herstellern wie Hekatron, Bosch oder Gira existieren auch zahlreiche Unternehmen, welche sich primär auf die Entwicklung und Herstellung von Rauchwarnmeldern spezialisiert haben. Dazu zählen unter anderem EiElectronics, Pyrexx oder auch FireAngel.
In Anbetracht dieser Vielzahl an verschiedenen Herstellern und Modellen fällt es oftmals nicht leicht einen geeigneten Rauchmelder auszuwählen. Zudem ist die Anschaffung eines Rauchwarnmelders eine wichtige Investition in die eigene Sicherheit, weshalb insbesondere die Zuverlässigkeit des jeweiligen Gerätes von höchster Bedeutung ist. Auch regelmäßig wiederkehrende Fehlalarme oder häufige Batteriewechsel sind mühsam und führen bei frustrierten Nutzern oftmals zur kompletten Demontage der installieren Rauchmelder.

Unsere Testberichte sind authentisch!

Um möglichst authentische Bewertungen und Erfahrungen veröffentlichen zu können, umfasst unser Rauchmelder Test neben zahlreichen weiteren Testkriterien auch einen Langzeit-Test sowie verschiedene Praxistests. Ab dem Zeitpunkt der Erstellung unseres Testberichtes bleiben die einzelnen Rauch- und Funkrauchmelder demnach im durchgehenden Betrieb unter möglichst realitätsnahen Bedingungen. Im Gegensatz zu den meisten anderen Testportalen nehmen wir alle vorgestellten Modelle genau unter die Lupe und werfen auch einen Blick ins Innere der Geräte – dies ist natürlich nur dann möglich, wenn diese auch real zur Verfügung stehen. Alle in unserem unabhängigen Rauchmelder Test vorgestellten Produkte werden dabei den gleichen Testkriterien unterzogen! Dabei werfen wir stets auch einen Blick ins innere der jeweiligen Rauchmelder!

Schritt für Schritt zum umfassenden Rauchmelder Test

Jeder einzelne in unseren Erfahrungsberichten vorgestellte Rauchmelder wird zunächst einem sogenannten Standardtest unterzogen. Hierbei werden unter anderem generelle Informationen zur Batterie, Handhabung, vorhandenen Zertifzierungen, Montage oder der Herstellergarantie zusammengefasst. Anschließend werden die Rauchwarnmelder einem Praxistest in der Küche sowie einem Test in einem Raum mit Zigarettenrauch unterzogen. Dadurch sollen Rückschlüsse auf die Empfindlichkeit des jeweiligen Modells im Alltagsgebrauch geschlossen werden.

Nachdem alle diese Tests durchgeführt wurden, bleibt der Rauch- oder Funkrauchmelder aktiviert – und zwar durchgehend. Sollten sich im Zuge dieses Langzeittests beispielsweise Fehlalarme oder andere Störungen zeigen, werden wir diese Informationen umgehend in den jeweiligen Testbericht veröffentlichen. Wie folgendes Beispiel einer unserer Rauchmelder Testberichte veranschaulichen soll, kann in den einzelnen Rezensionen jederzeit in Echtzeit eingesehen werden, wie lange sich der Rauchmelder bereits in unserem Langzeittest befindet und ob es dabei zu Störungen kam:

Ei650 Rauchmelder TestIm Langzeittest seit:

4 Jahre 665 Tage 23 Stunden 17 Minuten

Fehlalarme: 0 | Störungen: 0

  • Einzelrauchmelder
  • Batterie: Lithium (10 Jahre)
  • EN 14604 | VdS | Q-Siegel
  • Montage: Schrauben / Magnet
  • Herstellergarantie: 5 Jahre
  • Lautstärke im Test: 95,8 dBA
  • Ei650 Rauchmelder Alarm:

Durchgeführte Tests: Standardtest: ✔ Küchentest: ✔ Raucherzimmer: ✔ Langzeittest: ✔
Stiftung Warentest:
11/2002 – Testsieger (Gut – 1,8) | 01/2013 – Testsieger (Gut – 1,9) | 01/2016 – Testsieger (Gut – 2,2) | 01/2018 – Testsieger (Gut – 2,2)
LED:
Keine blinkende LED im Standby-Modus (schlafzimmertauglich)

*Beispiel für den in unserem Rauchmelder Test befindlichen Testsieger Ei650

Zusammengefasst werden demnach alle hier vorgestellten Rauchmelder über mehrere Jahre hinweg einem kontinuierlichen Test unterzogen und eventuelle Auffälligkeiten dokumentiert. Wie vorangegangenem Beispiel zu entnehmen, setzen wir uns in jedem einzelnen Rauchmelder Test auch mit weiteren zentralen Aspekten der verschiedenen Rauch- und Funkrauchmelder auseinander.

Schlafzimmertaugliche Rauchmelder

Während einige Rauch- und Funkrauchmelder auch im regulären Betrieb regelmäßig blinken  um die Funktionstüchtigkeit zu signalisieren, sind viele Hersteller dazu übergegangen sogenannte schlafzimmertaugliche Rauchmelder – also Geräte ohne blinkende LED – zu gestalten.

Test Kriterium - Schlafzimmertauglich

Dieser Umstand fließt zwar nicht direkt in unsere Bewertung ein, jedoch weisen wir stets zu Beginn unseres Testberichts darauf hin, da eine regelmäßig blinkende LED für viele ein Ausschlusskriterium darstellt.

Lautstärke und Rauchmelder Alarm

Besonders wichtig ist die zuverlässige Alarmierung im Falle eines Brandes. Der Alarmton bzw. dessen Lautstärke ist daher ein besonders wesentliches Kriterium. Die Mindestlautstärke ist prinzipiell gesetzlich vorgegeben und wird auch von den verschiedenen Herstellern angegeben.

Test Kriterium Alarm

Dennoch ergeben sich speziell in Bezug auf die Frequenz teilweise Unterschiede. Außerdem wird diese Lautstärke in der Regel aus 3m Entfernung gemessen – eventuelle Hindernisse wie Türen oder Wände werden dabei nicht berücksichtigt.

In unserem Rauchmelder Test wird der Alarm der aller vorgestellter Warnmelder mittels einem Schallpegelmessgerät einem erweiterten Lautstärke-Test unterzogen, dessen Ergebnisse natürlich ebenfalls veröffentlicht werden. Außerdem besteht in den jeweiligen Testeberichten auch die Möglichkeit den jeweiligen Alarmton direkt abzuspielen!

Verweise zum Stiftung Warentest Rauchmelder Test

Stiftung Warentest und deren Bewertungen hat nicht zuletzt auf Grund des hohen Bekanntheitsgrades einen signifikanten Einfluss auf das Kaufverhalten von Verbrauchern. Auch Stiftung Warentest hat bereits mehrfach verschiedene Rauch- und Funkrauchmelder einem besonders umfangreichen Test unterzogen. Die letzten Testergebnisse wurden dabei 2013, 2016 und 2018 veröffentlicht.

Während 2013 von insgesamt 16 der getesteten Geräte noch 5 Melder mit austauschbaren Batterien ausgestattet waren, hat sich die Situation bereits im Test 2016 dahingehend vollständig geändert. Hier waren bereits alle getesteten Geräte sogenannte Rauchmelder mit Langzeitbatterie, waren also mit fest verbauten Lithium-Batterien ausgestattet.


Auch 2018 wurden wiederum ausschließlich Rauch- und Funkrauchmelder mit fest verbauter Langzeitbatterie getestet – die Zeiten der Rauchwarnmelder mit auswechselbaren Batterien gehören mittlerweile wohl mit wenigen Ausnahmen der Vergangenheit an. Interessant, erstmalig wurden in der Stiftung Warentest Ausgabe 01/2018 zudem auch sogenannte Smarthome Rauchmelder verschiedener Hersteller getestet.

Die Testergebnisse von Stiftung Warentest fließen natürlich nicht in unsere Bewertungen mit ein, da ansonsten eine Vergleichbarkeit der Vielzahl von uns getesteten Rauchwarnmelder nicht möglich wäre. Dennoch finden sich in den einzelnen Testberichten enstsprechende Hinweise auf potentielle Testergebnisse wie diese auch von den jeweiligen Herstellern veröffentlicht werden.

Rauchmelder Testsieger: Ei650, Hekatron Genius Plus und Pyrexx PX-1

Unsere aktuellen Testsieger in der Kategorie „Rauchwarnmelder“ sind die Modelle Ei650, Hekatorn Genius Plus und Pyrexx PX-1. Alle diese Geräte befinden sich bereits seit mehreren Jahren ohne jegliche Probleme in unserem Langzeittest. Der besonderes beliebte Ei650 von EiElectonics wurde übrigens auch von Stiftung Warentest bereits vier mal zum Testsieger erklärt.

Hekatron Genius Plus

Pyrexx PX-1


Im Gegensatz zu den Ergebnissen von Stiftung Warentest sind jedoch die „Rauchmelder Erfahrungen“ von Kunden, welche das jeweilige Modell bereits nutzen ein wesentlicher Bestandteil unserer Bewertung. Sofern Erfahrungsberichte vorhanden sind, werden natürlich entsprechende Verweise in unseren Rezensionen angezeigt.

Rauchmelder - ein Überblick

Ein Überblick zum Thema Rauchmelder

Rauchmelder können Leben retten – diesen Leitspruch hat mittlerweile vermutlich jeder schon mal gehört. Neben Feuerlöschern gehören sie sicherlich mit zu den wichtigsten Brandschutzvorkehrungen in privaten Haushalten. Doch wie und in welchen Situationen können mich die kleinen Lebensretter schützen, wie funktionieren sie, und wodurch unterscheiden sich verschiedene Varianten?

Diese und viele weitere Fragen werden natürlich in unseren ausführlichen Informationsseiten geklärt. Folgend soll dennoch ein Überblick über besonders relevante Aspekte im Zusammenhang mit der Planung, Anschaffung, Installation und Wartung von Rauchwarnmeldern gegeben werden. Dazu zählen neben der Erläuterung der spezifischen Möglichkeiten und Einsatzbereiche verschiedener Brandmelder Arten auch Informationen zur Rauchmelderpflicht und den entsprechenden Bestimmungen in einzelnen Bundesländern sowie Anmerkungen zu Qualitätsmerkmalen in Form verschiedener Zertifizierungen und Anerkennungen.

Warum brauche ich Rauchmelder?

Jedes Jahr sterben bundesweit etwa 600 Menschen bei Haus- und Wohnungsbränden, was etwa 50 Todesfällen pro Monat entspricht! Hinzu kommen noch etwa 5000 Verletzte und Sachschäden in Millionenhöhe. Dennoch tritt regelmäßig tritt die Frage auf, ob und warum Rauchwarnmelder überhaupt benötigt werden – schließlich können Feuermelder ja den bei einem Brand entstehenden Sachschaden nicht verhindern. Zudem ist der Irrglaube, dass wir einen entstehenden Brand auf Grund des Brandgeruchs ohnehin rechtzeitig wahrnehmen noch immer sehr weit verbreitet. Tatsächlich ist der menschliche Geruchssinn ein guter Brandmelder, jedoch mit erheblichen Einschränkungen – insbesondere Nachts! Ein weiteres, wenn auch trivialeres Argument für die Installation von Rauch- oder Funkrauchmeldern, ist darin zu sehen, dass seit Januar 2017 prinzipiell in sämtlichen Bundesländern die gesetzliche Verpflichtung besteht, Rauchmelder in Wohnungen einzubauen.

In welchen Situationen schützen mich Rauchwarnmelder?

Wie bereits kurz erwähnt, ist die menschliche Nase prinzipiell ein guter Rauchmelder – regelmäßig können Menschen einen beginnenden Brand schon lange bevor der Alarm eines Melders ausgelöst wird, riechen. Daher werden Brände die Tagsüber entstehen meist recht schnell entdeckt und es bleibt damit in der Regel ausreichend Zeit um die Wohnung unbeschadet zu verlassen. Brände, die sich in den Nachstunden ereignen, sind hingegen weitaus gefährlicher.
Statistiken zeigen, dass etwa 70% der Brandtoten im Schlaf überrascht werden. Annähernd 90% dieser Brandopfer sterben dabei nicht etwa auf Grund von Verbrennungen, sondern an den Folgen einer Rauchgasvergiftung. Der Grund dafür ist, dass der menschliche Geruchssinn während des Schlafes „abgeschaltet“ ist, der Brandgeruch also nicht wahrgenommen werden kann.

Brandopfer Ststistik Deutschland

Betroffene haben demzufolge kaum eine Chance die Gefahr rechtzeitig zu bemerken und die Wohnung zu verlassen. Das extrem gefährliche Rauchgas ist so giftig, dass es bereits nach seh kurzer Zeit und nur wenigen Atemzügen zur Bewusstlosigkeit und Tod führt.
Flächendeckend eingebaute Rauchwarnmelder können genau in diesen gefährlichen Situationen Leben retten, da sie Brände und auftretende Rauchgase bereits sehr schnell erkennen und durch einen sehr lauten Alarm davor warnen. Dadurch bleibt in der Regel noch ausreichend Zeit um die Räumlichkeiten zu verlassen und die Feuerwehr zu alarmieren.

Rauchmelderpflicht in Deutschland

Rauchmelder Pflicht ÜberblickMit Anfang 2017 trat auch in Berlin – als letztes Bundesland – die Rauchmelderpflicht in Kraft. Seither müssen demnach grundsätzlich sämtliche Wohnungen in Deutschland mit Rauchwarnmeldern ausgestattet sein. Während alle Neubauten von der Rauchwarnmelderpflicht uneingeschränkt betroffen sind, bestehen für bestehende Wohnungen in einigen Bundesländern jedoch noch Nachrüstfristen.

Darunter wird ein bestimmtes Datum verstanden, bis zu welchem die Eigentümer einer Wohnimmobilie diese mit Rauchmeldern ausstatten müssen. Festgehalten werden diese Übergangsfristen, sowie auch alle weiteren wesentlichen Bestimmungen zur Rauchmelderpflicht, in den jeweiligen Landesbauordnungen der einzelnen Bundesländer.

Insbesondere bei Mietwohnungen stellt sich oftmals die Frage, wer für den Einbau der Rauchmelder bezahlen muss – Mieter oder Vermieter? Gleiches gilt auch für die Zuständigkeit der regelmäßig durchzuführenden Überprüfung der installierten Geräte. Diese Frage kann derzeit nicht allgemeingültig beantwortet werden, da die Landesbauordnungen einiger Bundesländer keine diesbezüglichen Bestimmungen enthalten.

Allgemein wird jedoch davon ausgegangen, dass in diesen Fällen der Vermieter (Eigentümer) sowohl für den Einbau als auch die Wartung verantwortlich ist. Die dafür anfallenden Kosten können jedoch unter gewissen Voraussetzungen auf den Mieter umgelegt werden.
Ausführliche Informationen dazu finden Sie hier.

Prinzipiell kann hier zwischen der Mindestausstattung und einer empfohlenen bzw. optimalen Ausstattung unterschieden werden. Die Gesetze der meisten Bundesländer sehen vor, dass zumindest Schlafzimmer, Kinderzimmer und Flure die als Fluchtweg dienen, mit zumindest einem Rauchmelder ausgestattet werden müssen. In einigen Bundesländern, wie zum Beispiel Berlin oder Brandenburg, müssen hingegen sämtliche Aufenthaltsräume ausgestattet werden. Alle Informationen dazu finden Sie natürlich auf unseren Informationsseiten zur Rauchmelderpflicht.

So funktionieren Rauchwarnmelder

Im Großen und Ganzen kommen in Deutschland sogenannte optische Rauchmelder (auch als fotooptische oder fotoelektrische Rauchwarnmelder bezeichnet) zum Einsatz, die nach dem sogenannten Streulichtprinzip (Tyndall-Effekt) funktionieren.

Rauchwarnmelder FunktionsweiseIn fotooptischen Brandmeldern befindet sich eine sogenannte Rauchkammer, welche durch ein sehr feinmaschiges Schutzgitter vor groben Verschmutzungen oder dem Eindringen von Insekten geschützt wird. Innerhalb dieser Kammer wird ein Lichtbündel von einer LED oder einem Laser abgegeben. Sobald Rauch in die Messkammer eintreten wird dieser Lichtbündel durch die Rauchpartikel gestreut (Streulicht) und trifft dadurch auch auf einen lichtempfindlichen Sensor, über welchen bei Überschreitung eines bestimmten Schwellenwertes der Alarm ausgelöst wird.
Optische Rauchwarnmelder zeigen ihre Stärken insbesondere bei der Detektion von langsam verlaufenden Entstehungsbränden und Schwelbränden mit hoher Rauchentwicklung bei geringer Wärme, wie sie in privaten Haushalten häufig vorkommen.

Da diese Brandmelder-Variante auf Grund der eingesetzten Technologie (Streulichteffekt) nicht nur auf Brandrauch, sondern beispielsweise auf Wasserdämpfe wie sie in der Küche oder im Badezimmer entstehen, reagiert, ergeben sich bei der Anwendung bestimmte Grenzen.
Zudem können sich diese, und verschiedene andere äußere Einflussfaktoren, auf den Verschmutzungsprozess der Rauchkammer auswirken, was unter Umständen zu einer reduzierten Lebensdauer des Melders oder auch Fehlalarmen führen kann. Daher wird beispielsweise in Küchen die Verwendung von Hitzemeldern oder auch spezieller Rauchmelder für die Küche empfohlen.

Weitere Brandmelder Arten

Neben diesen weit verbreiteten klassischen photooptischen Rauchwarnmeldern existieren noch verschiedene weitere Brandmelder Varianten. Folgend sollen einige dieser Melder und deren spezifischen Merkmale und Einsatzbereiche vorgestellt werden:

Hitzemelder bzw. Wärmemelder überwachen, wie die Bezeichnung schon impliziert, die Temperatur in einem bestimmten Überwachungsbereich.

Hitzemelder Überblick

Je nach Modell wird der Alarm ausgelöst, sobald eine bestimmte Temperatur überschritten wird, oder wenn ein überdurchschnittlich schneller Temperaturanstieg in der Umgebungsluft registriert wird. Viele Hitzemelder kombinieren diese beiden Größen, um ein Höchstmaß an Sicherheit zu gewährleisten.
In der Regel werden Hitzemelder in Räumen, in welchen regelmäßig Dämpfe entstehen (z.B. Küche oder Badezimmer), oder in Bereichen in denen mit einer deutlich erhöhten Staubentwicklung zu rechnen ist (Z.B. Dachboden, Keller oder Werkstatt), installiert.

Kohlenmonoxidmelder bzw. CO-Melder gehören genau genommen nicht zu der Kategorie der Brandmelder. Der Zweck dieser Warnmelder liegt nicht darin rechtzeitig vor Bränden zu warnen, sondern in der Detektion von Kohlenmonoxid.

CO-Melder Überblick

Kohlenmonoxid ist ein hochgradig giftiges Rauchgas welches farblos, geschmacklos und geruchlos ist, und daher vom Menschen nicht wahrgenommen werden kann. Bereits geringe Mengen an Kohlenmonoxid in der Umgebungsluft können in kürzerster Zeit zum Tod führen. CO-Melder sind insbesondere in privaten Haushalten mit Gasthermen oder Kaminen weit verbreitet sollen rechtzeitig vor dieser unsichtbaren Gefahr warnen. Einige renommierte Hersteller bieten auch kombinierte Melder zur Detektion von Rauch und Kohlenmonoxid an.

Wie auch fotooptische Geräte reagieren Ionisationsrauchmelder (kurz I-Melder) auf Rauchpartikel, jedoch wird hier nicht die Streulichtmethode, sondern die Messung der Leitfähigkeit der Luft angewendet.

Ionisationsrauchmelder Überblick

Hierfür wird in der Rauchkammer des Melders die Luft zwischen zwei Elektroden ionisiert, wodurch ein Stromfluss zwischen diesen ermöglicht wird. Sobald nun Rauch in die Messkammer eindringt, wird dieser Stromfluss beeinträchtigt wodurch der Ionisationsmelder Alarm auslöst.
Auch wenn Ionisationsrauchmelder insbesondere auch bei Flammbränden mit kleinen Rauchpartikeln nicht von der Hand zu weisende Vorteile haben, werden diese in Deutschland mittlereile äußerst selten und unter sehr strengen Auflagen genutzt.

Kombinierte Warnmelder, gemeinhin als Kombimelder, Hybridmelder der auch Dualmelder bezeichnet, vereinigen mehrere Detektionsverfahren in einem Gerät.

Kombimelder Überblick

In der Regel arbeiten die verschiedenen Verfahren dabei parallel zur gleichen Zeit – bei einigen Modellen können diese auch einzeln aktiviert oder deaktiviert werden. Die gebräuchlichsten Kombimelder die in Privathaushalten zum Einsatz kommen, sind Melder welche die Detektionsverfahren Hitze und Rauch oder Kohlenmonoxid und Rauch kombinieren. Einige Hersteller, wie beispielsweise Abus oder Gira bieten auch Rauchmelder an, welche die Messwerte „Rauch und Wärme“ vergleichsweise beurteilen um so eine höchstmögliche Fehlalarmsicherheit zu gewährleisten.

Flammenmelder kommen im privaten Bereich sehr selten zum Einsatz. Diese Feuermelder Variante reagiert auf Ultraviolett- und Infrarotstrahlung wie sie bei Bränden entsteht. Der Einbau dieser Geräte ist dann sinnvoll, wenn von einer schnellen Entstehung von offenen Flammen ohne vorangehender Rauchentwicklung gerechnet werden kann.


Ionisationsrauchmelder enthalten eine geringe Menge radioaktiven Materials (i.d.R. Americium 241), welches bei einem unbeschädigtem Gerät zwar völlig ungefährlich ist, aber keinesfalls aus dem Melder entfernt und verschluckt oder eingeatmet werden darf. Ionisationsmelder sind außerdem nach dem Strahlenschutzgesetz zu entsorgen.


Rauchmelder | Funkrauchmelder | Smart Home Rauchmelder

Die meisten der beschriebenen Brandmelder-Arten können nicht nur als einzelne Warnmelder genutzt, sondern auch mit anderen Geräten vernetzt, werden.
In kleineren und eingeschossigen Wohnungen reichen in der Regel sogenannte Einzelrauchmelder (auch als Stand-alone-Rauchmelder bezeichnet), also Geräte die nur lokal Alarm auslösen, aus. Die gesetzlich in DIN 14604 vorgeschriebene Mindestlautstärke einer Rauchmeldersirene muss zumindest 85 Dezibel in einer Entfernung von 3m erreichen. Dieser sehr laute und schrille Alarmton sollte in den meisten einstöckigen 3- oder 4 Zimmer Wohnungen ausreichend sein, um in der gesamten Wohnung rasch wahrgenommen zu werden.

Probleme können sich jedoch in größeren oder mehrgeschossigen Wohnungen ergeben, in welchen die einzelnen Zimmer deutlich weiter voneinander entfernt liegen. Insbesondere bei geschlossenen Türen könnte der Alarm eines einzelnen Rauchmelders überhört, oder zu spät bemerkt, werden.
In Abhängigkeit der baulichen Gegebenheiten sollte demnach die Installation von vernetzten Rauchwarnmeldern in Betracht gezogen werden.
Während bei Stand-Alone-Geräten der Alarm nur bei jenem Melder ausgelöst wird, welcher auch den Rauch detektiert, wird bei untereinander vernetzten Rauchwarnmeldern der Alarm hingegen bei allen Meldern im gesamten Netzwerk ausgelöst. Wird also beispielsweise vom Rauchmelder im Kinderzimmer Rauch detektiert, löst nicht nur dieser Alarm aus, sondern auch der Rauchmelder im Schlafzimmer der Eltern. Je nach Modell ist prinzipiell eine Vernetzung mittels Kabel, Funk oder Wlan möglich. Eine Drahtvernetzung wird heutzutage in privaten Haushalten nur noch sehr selten realisiert. Die Installation leistungsfähiger Funk- oder Wlan Rauchmelder ist in den meisten Fällen weitaus praxistauglicher.


Gefahr: Kinder im Tiefschlaf

Kinder Rauchmelder / Funkrauchmelder

Speziell auch in Haushalten mit Kindern ist die Installation von vernetzten Rauchwarmmeldern empfehlenswert, da Kinder laut einer amerikanischen Studie, insbesondere im Tiefschlaf, nicht auf einen ausgelösten Rauchalarm reagieren. Gleiches gilt für Haushalte mit schwerhörigen Personen.

In Bezug auf die Montage ergeben sich bei der Funkrauchmelder Installation nur geringe Unterschiede zur Installation von Stand-Alone-Geräten. Gleiches gilt für Wlan- bzw. Smart Home Rauchmelder, die i.d.R. per App in das heimische Netzwerk integriert werden können. In der Kategorie der Funkrauchmelder können Geräte mit bereits integriertem Funkmodul und Melder mit optionalem Funkmodul unterschieden werden. Sollten Sie noch nicht sicher sein, ob Sie einen Rauchmelder oder Funkrauchmelder benötigen, empfiehlt sich der Kauf von Geräten die auch im Nachhinein mit einem Funkmodul ausgestattet werden können. Eine Übersicht empfohlener Funkrauchmelder finden Sie in unserem Funkrauchmelder Test.

Smart Home Rauchmelder

Smart Home Systeme sind mittlerweile aus kaum einem Haushalt mehr wegzudenken. Neben der komfortablen Steuerung und Kontrolle von Licht, Raumklima oder Stromverbrauch spielen dabei natürlich auch verschiedene Sicherheitsaspekte eine zentrale Rolle.
Die meisten Anbieter von Smart Home System ermöglichen neben der Integration von Bewegungsmeldern, Kameras oder Tür- und Fenstersensoren auch die Einbindung von Rauchmeldern oder anderen Brandmeldern. Die Vorteile liegen wie folgend dargestelt auf der Hand:

  • Einfache Vernetzung der in das Smart Home System integrierten Brandmelder per App
  • Im Brandfall werden Push-Mitteilungen per SMS, E-Mail oder App direkt an das Smartphone gesendet
  • Einfache Durchführung von Funktionstests und Erstellung von Wartungsprotokollen
  • Überprüfung des Zustands der Warnmelder (z.B. Verschmutzung oder verbleibende Batterielebensdauer) und Erstellung entsprechender Prognosen per App
  • Verwendung der Rauchmelder als Alarmanlage (Sirene) oder alternative Szenarien

In unserem Smart Home Test finden Sie ausführliche Informationen zu Funktionen und Möglichkeiten aktueller Smarthome Systeme, welche die Integration von Rauchmeldern ermöglichen.
Zudem werden natürlich auch die entsprechenden Ergebnisse der durchgeführten Praxistests veröffentlicht.

Rauchmelder kaufen – darauf muss geachtet werden

Nachdem unter Berücksichtigung der vorangegangenen Ausführungen bestenfalls feststehen sollte, wie viele Rauchmelder benötigt werden, stellt sich natürlich die Frage, welche Geräte überhaupt in Frage kommen. Die wesentlichsten Aspekte sind natürlich maximale Sicherheit und Zuverlässigkeit. Außerdem sollen die Melder natürlich auch möglich einfach zu Handhaben sein und im Idealfall gewisse optische Ansprüche erfüllen. Welche Möglichkeiten gibt es also gute Rauchmelder zuverlässig erkennen zu können?

Ein erster wesentlicher Anhaltspunkt sind diverse Zertifizierungen und Anerkennungen. Besonders wichtig ist hier die europäische Produktnorm DIN EN 14604 – übrigens, bereits seit August 2008 dürfen nur noch nach dieser Norm zertifizierte Rauchmelder verkauft werden. Die DIN EN 14604 legt verschiedene Anforderungen, Leistungskriterien und Prüfverfahren für Rauchmelder, die für die Nutzung in privaten Haushalten vorgesehen sind, fest. Dazu gehören unter anderem Bestimmungen zur Gestaltung und Positionierung der Rauchkammer, der manuellen Testfunktion, unterschiedlichen Warnsignalen oder auch einige Kennzeichnungspflichten.

Beispiele für Anforderungen gemäß DIN EN 14604


  • Auftretender Rauch muss von allen Seiten in die Rauchkammer eindringen können
  • Die Raucheinlassöffnungen der Rauchkammer dürfen eine bestimmte Maximalgröße nicht überschreiten, um Verschmutzungen und dem Eindringen von Insekten vorzubeugen
  • Der Alarmton muss eine Lautstärke mindestens 85 dBA in einer Entfernung von 3 Metern aufweisen
  • Ein Warnsignal muss mindestens 30 Tage vor einem nötigen Batteriewechsel oder Austausch des Melders auf diesen Umstand hinweisen
  • Es muss ein Testknopf zur manuellen Funktionsüberprüfung vorhanden sein

Die Hersteller selbst müssen darauf achten, dass ihre Geräte sämtliche Anforderungen erfüllen, und dies durch eine werkseigene Kontrolle in Verbindung mit einer entsprechenden Typprüfung nachweisen.
Darüber hinaus besteht auch die Möglichkeit die Rauch- und Funkrauchmelder von einer unabhängigen Prüfstelle wie beispielsweise der VdS Schadenverhütung oder TÜV Kriwan auf die Erfüllung der Anforderungen nach DIN EN 14604 prüfen zu lassen.
Dies wird oftmals als Indiz für eine hohe Qualität und Zuverlässigkeit angesehen – entsprechend geprüfte Modelle werden je nach Prüfstelle mit dem VdS oder TÜV Kriwan Logo ausgestattet. Dies bedeutet jedoch nicht zwangsweise, dass Geräte ohne diese Prüfsiegel schlechter sind.

Ausschließlich geprüfte Rauchmelder im Test

Alle in unserem Rauchmelder Test vorgestellten Geräte entsprechen natürlich vollumfänglich den Anforderungen nach DIN EN 14604. Auf eventuell vorhandene Siegel unabhängiger Prüfstellen weisen wir neben Informationen zur Stromversorgung, Herstellergarantie und Möglichkeiten zur Montage natürlich hin. Zusätzlich veröffentlichen wir natürlich auch unsere eigenen Testergebnisse und Erfahrungen um damit ein möglichst umfangreiches Bild über die zahlreichen Modelle zu vermitteln.
Besonders Nennenswert ist dabei natürlich unser Langzeittest – denn nur so können unserer Ansicht nach potentielle Schwächen oder Probleme erkannt werden.