Rauchmelder News:

Echter Rauchmelder Test über viele Jahre

Das Angebot verschiedener Rauchmelder und Funkrauchmelder ist mittlerweile, nicht zuletzt auf Grund der Rauchmelderpflicht, sehr umfangreich. Neben bekannten Haus- und Sicherheitstechnik Herstellern wie Hekatron, Bosch oder Gira existieren auch zahlreiche Unternehmen, welche sich primär auf die Entwicklung und Herstellung von Rauchwarnmeldern spezialisiert haben. Dazu zählen unter anderem EiElectronics, Pyrexx oder auch FireAngel.

In Anbetracht dieser Vielzahl an verschiedenen Herstellern und Modellen fällt es oftmals nicht leicht einen geeigneten Rauchmelder auszuwählen. Zudem ist die Anschaffung eines Rauchwarnmelders eine wichtige Investition in die eigene Sicherheit, weshalb insbesondere die Zuverlässigkeit des jeweiligen Brandmelders von höchster Bedeutung ist.
Auch regelmäßig wiederkehrende Fehlalarme oder häufige Batteriewechsel sind mühsam und führen bei frustrierten Nutzern oftmals zur kompletten Demontage der installieren Rauchwarnmelder.

Um möglichst authentische Bewertungen und Erfahrungen veröffentlichen zu können, umfasst unser Rauchmelder Test neben zahlreichen weiteren Testkriterien auch einen Langzeit Test. Ab dem Zeitpunkt der Erstellung unseres Testberichtes bleiben die einzelnen Rauch- und Funkrauchmelder demnach im durchgehenden Betrieb unter möglichst realitätsnahen Bedingungen.

Aktuelle Testberichte

Ferion 5000 OW Funkrauchmelder

Funkvernetzbarer Melder mit bereits integriertem Funkmodul und Notlichtfunktion aus dem Hause Bosch.

Bosch Ferion 5000 OW Testbericht

HDv Sensys Einzelrauchmelder

Zeitplatzierter Stand-Alone-Rauchwarnmelder bei Stiftung Warentest mit Alarm- und Störsignalstummschaltung.

HDv Sensys Testbericht

Authentischer Langzeittest und weitere Testkriterien

Unsere Testberichte sind authentisch! Im Gegensatz zu den meisten anderen Testportalen nehmen wir alle vorgestellten Modelle genau unter die Lupe – dies ist natürlich nur dann möglich, wenn diese auch real zur Verfügung stehen. Alle in unserem unabhängigen Rauchmelder Test vorgestellten Produkte werden dabei den gleichen Testkriterien unterzogen.

Rauchmelder TestWie auch in der nebenstehenden Abbildung einer unserer Rezensionen zu sehen, wird jeder Rauchmelder und Funkrauchmelder zunächst einem Standardtest unterzogen. Dieser umfasst unter anderem die Aspekte Batterie, Alarm, Handhabung, Zertifizierungen & Anerkennungen, Montage und Herstellergarantie.
Zudem wird ein Praxistest in der Küche, sowie in einem Raum mit Zigarettenrauch durchgeführt.
Dadurch sollen Rückschlüsse auf die Empfindlichkeit des jeweiligen Modells im Alltagsgebrauch geschlossen werden.

Nachdem alle diese Tests durchgeführt wurden, bleibt das Gerät aktiviert – und zwar durchgehend. Sollten sich im Zuge dieses Langzeittests beispielsweise Fehlalarme oder andere Störungen zeigen, werden wir diese Informationen umgehend in den jeweiligen Testbericht integrieren.
Alle hier vorgestellten Rauchmelder werden demnach über mehrere Jahre hinweg einem kontinuierlichen Test unterzogen und eventuelle Auffälligkeiten dokumentiert.

Neben der Anzahl an Fehlalarmen oder Störungen wird der Stand des Langzeittests (bereits vergangene Zeit seit Beginn des Langzeittests) in den jeweiligen Erfahrungsberichten übrigens in Echtzeit dargestellt.

Schlafzimmertauglicher Rauchmelder

Während zahlreiche Rauch- und Funkrauchmelder auch im regulären Betrieb regelmäßig aufblinken (Status LED) um die Funktionstüchtigkeit zu signalisieren, sind viele Hersteller dazu übergegangen sogenannte schlafzimmertaugliche Rauchmelder – also Geräte ohne blinkende LED – zu gestalten. Dieser Umstand fließt zwar nicht direkt in unsere Bewertung ein, jedoch weisen wir stets zu Beginn unseres Testberichts darauf hin, da Modelle mit ständig blinkender LED für viele ein Ausschlusskriterium darstellt.

Schallpegeltest & Audiofiles

Rauchmelder sollen im Falle eines Brandes zuverlässig alarmieren. Der Alarmton bzw. dessen Lautstärke ist daher ein besonders wesentliches Kriterium. Die Mindestlautstärke ist prinzipiell gesetzlich vorgegeben und wird auch von den verschiedenen Herstellern angegeben. Dennoch ergeben sich speziell in Bezug auf die Frequenz teilweise Unterschiede. Außerdem wird diese Lautstärke in der Regel aus 3m Entfernung gemessen – eventuelle Hindernisse wie Türen oder Wände werden dabei nicht berücksichtigt.

In unserem Rauchmelder Test wird der Alarm der vorgestellten Modelle daher mittels einem Schallpegelmessgerät einem erweiterten Lautstärke-Test unterzogen. Zudem kann der jeweilige Alarmton in den einzelnen Testberichten auch abgespielt werden

Rauchmelder Test von Stiftung Warentest

Auch Stiftung Warentest hat bereits mehrfach verschiedene Rauch- und Funkrauchmelder einem umfangreichen Test unterzogen. Die letzten Testergebnisse wurden dabei 2013 und 2016 veröffentlicht. Beide dieser Tests wurden dabei auf Basis folgender Kriterien, welche einen unterschiedlich hohen Einfluss auf das Gesamtergebnis hatten, getestet:

  • Zuverlässigkeit des Alarms (Gewichtung 45%)
  • Lautstärke des Alarms (Gewichtung 10%)
  • Handhabung (25%)
  • Robustheit (15%)
  • Deklaration (5%)

Während 2013 von insgesamt 16 der getesteten Geräte immerhin fünf Melder mit austauschbaren Batterien ausgestattet waren, hat sich die Situation im Stiftung Warentest Rauchmelder Test 2016 dahingehend vollständig geändert. Alle der insgesamt 20 getesteten Geräte waren diesmal sogenannte Rauchmelder mit Langzeitbatterie, waren also mit fest verbauten Lithium-Batterien ausgestattet. Diese Batterien versprechen in der Regel eine Batterielebensdauer von etwa 10 Jahren, und sollten daher in der Lage sein den Brandmelder über dessen gesamte Nutzungsdauer mit Strom zu versorgen.

 

 

Das Endergebnis war sowohl 2013 als auch 2016 relativ ernüchternd: Nur jeder zweite Rauchmelder wurde von Stiftung Warentest mit der Gesamtnote “Gut” beurteilt. Folgendes Einzelrauchmelder-Modell wurde im vergangenen und auch aktuellen Rauchmelder Test von Stiftung Warentest zum Testsieger gekürt:

Ei650 Testsieger
Ei650 (Einzelrauchwarnmelder)
Stiftung Warentest 2016 Qualitätsurteil „Gut“ (Note: 2,2)

 

Bei Gegenüberstellung mit den Testergebnissen des Ei650 aus dem Jahr 2013 fällt auf, dass ein und dasselbe Modelle 3 Jahre zuvor zwar ebenfalls mit dem Qualitätsurteil Gut ausgezeichnet wurde, jedoch eine etwas bessere Gesamtbewertung von 1,9 erhielt. Schlechtere Noten gab es im aktuellen Test laut unseren Informationen insbesondere im Bereich Robustheit und Handhabung.

Testsieger in der Kategorie „Funkvernetzbare Rauchmelder“

Insgesamt 6 der von Stiftung Warentest getesteten Geräte waren Funkrauchmelder, die ebenfalls alle mit fest verbauten Langzeit-Lithium-Batterien ausgestattet waren und nach den bereits erläuterten Kriterien getestet wurden. In dieser Kategorie erreichten zwei Geräte ein identisches Gesamt-Qualitätsurteil und wurden zum Testsieger gekürt:

Hekatron Genius Plus X Testsieger
Hekatron Genius Plus X

Stiftung Warentest Gesamtnote „Gut“ (Note 2,2)

 

Ei650w Testsieger

Ei650w
Stiftung Warentest Gesamtnote „Gut“ (Note 2,2)

 

Mit diesem Ergebnis wurde bereits zum zweiten Mal in Folge ein Funkrauchmelder des Herstellers Hekatron zum Testsieger in dieser Kategorie erklärt. Zu beachten ist, dass beide Modelle – also sowohl der Ei650W als auch der Hekatron Genius Plus X – nicht von Haus aus mit einem bereits integrierten Funkmodul ausgestattet sind, sondern dass dieses optional erwerbbar ist. Die Melder können demnach auch sehr einfach nachgerüstet werden.

Ein Überblick zum Thema Rauchmelder

Rauchmelder können Leben retten – diesen Leitspruch hat mittlerweile vermutlich jeder schon mal gehört. Neben Feuerlöschern gehören sie sicherlich mit zu den wichtigsten Brandschutzvorkehrungen in privaten Haushalten. Doch wie und in welchen Situationen können mich die kleinen Lebensretter schützen, wie funktionieren sie, und wodurch unterscheiden sich verschiedene Varianten?

Diese und viele weitere Fragen werden natürlich in unseren ausführlichen Informationsseiten geklärt. Folgend soll dennoch ein Überblick über besonders relevante Aspekte im Zusammenhang mit der Planung, Anschaffung, Installation und Wartung von Rauchwarnmeldern gegeben werden. Dazu zählen neben der Erläuterung der spezifischen Möglichkeiten und Einsatzbereiche verschiedener Brandmelder Arten auch Informationen zur Rauchmelderpflicht und den entsprechenden Bestimmungen in einzelnen Bundesländern sowie Anmerkungen zu Qualitätsmerkmalen in Form verschiedener Zertifizierungen und Anerkennungen.

Warum brauche ich Rauchmelder?

Jedes Jahr sterben bundesweit etwa 600 Menschen bei Haus- und Wohnungsbränden, was etwa 50 Todesfällen pro Monat entspricht! Hinzu kommen noch etwa 5000 Verletzte und Sachschäden in Millionenhöhe.
Dennoch tritt regelmäßig tritt die Frage auf, ob und warum Rauchwarnmelder überhaupt benötigt werden – schließlich können Feuermelder ja den bei einem Brand entstehenden Sachschaden nicht verhindern. Zudem ist der Irrglaube, dass wir einen entstehenden Brand auf Grund des Brandgeruchs ohnehin rechtzeitig wahrnehmen noch immer sehr weit verbreitet. Tatsächlich ist der menschliche Geruchssinn ein guter Brandmelder, jedoch mit erheblichen Einschränkungen – insbesondere Nachts!

Ein weiteres, wenn auch trivialeres Argument für die Installation von Rauch- oder Funkrauchmeldern, ist darin zu sehen, dass seit Januar 2017 prinzipiell in sämtlichen Bundesländern die gesetzliche Verpflichtung besteht, Rauchmelder in Wohnungen einzubauen.

In welchen Situationen schützen mich Rauchwarnmelder?

Wie bereits kurz erwähnt, ist die menschliche Nase prinzipiell ein guter Rauchmelder – regelmäßig können Menschen einen beginnenden Brand schon lange bevor der Alarm eines Melders ausgelöst wird, riechen. Daher werden Brände die Tagsüber entstehen meist recht schnell entdeckt und es bleibt damit in der Regel ausreichend Zeit um die Wohnung unbeschadet zu verlassen. Brände, die sich in den Nachstunden ereignen, sind hingegen weitaus gefährlicher.
Statistiken zeigen, dass etwa 70% der Brandtoten im Schlaf überrascht werden. Annähernd 90% dieser Brandopfer sterben dabei nicht etwa auf Grund von Verbrennungen, sondern an den Folgen einer Rauchgasvergiftung. Der Grund dafür ist, dass der menschliche Geruchssinn während des Schlafes „abgeschaltet“ ist, der Brandgeruch also nicht wahrgenommen werden kann.

Brandopfer Statistik Deutschland

Betroffene haben demzufolge kaum eine Chance die Gefahr rechtzeitig zu bemerken und die Wohnung zu verlassen. Das extrem gefährliche Rauchgas ist so giftig, dass es bereits nach seh kurzer Zeit und nur wenigen Atemzügen zur Bewusstlosigkeit und Tod führt.

Flächendeckend eingebaute Rauchwarnmelder können genau in diesen gefährlichen Situationen Leben retten, da sie Brände und auftretende Rauchgase bereits sehr schnell erkennen und durch einen sehr lauten Alarm davor warnen. Dadurch bleibt in der Regel noch ausreichend Zeit um die Räumlichkeiten zu verlassen und die Feuerwehr zu alarmieren.

Rauchmelderpflicht in Deutschland

Mit Anfang 2017 trat auch in Berlin – als letztes Bundesland – die Rauchmelderpflicht in Kraft. Seither müssen demnach grundsätzlich sämtliche Wohnungen in Deutschland mit Rauchwarnmeldern ausgestattet sein. Während alle Neubauten von der Rauchwarnmelderpflicht uneingeschränkt betroffen sind, bestehen für bestehende Wohnungen in einigen Bundesländern jedoch noch Nachrüstfristen.

Übersicht der Rauchmelderpflicht in den BundesländernDarunter wird ein bestimmtes Datum verstanden, bis zu welchem die Eigentümer einer Wohnimmobilie diese mit Rauchmeldern ausstatten müssen. Festgehalten werden diese Übergangsfristen, sowie auch alle weiteren wesentlichen Bestimmungen zur Rauchmelderpflicht, in den jeweiligen Landesbauordnungen der einzelnen Bundesländer.

Zuständigkeit für Einbau und Wartung

Insbesondere bei Mietwohnungen stellt sich oftmals die Frage, wer für den Einbau der Rauchmelder bezahlen muss – Mieter oder Vermieter? Gleiches gilt auch für die Zuständigkeit der regelmäßig durchzuführenden Überprüfung der installierten Geräte. Diese Frage kann derzeit nicht allgemeingültig beantwortet werden, da die Landesbauordnungen einiger Bundesländer keine diesbezüglichen Bestimmungen enthalten.

Allgemein wird jedoch davon ausgegangen, dass in diesen Fällen der Vermieter (Eigentümer) sowohl für den Einbau als auch die Wartung verantwortlich ist. Die dafür anfallenden Kosten können jedoch unter gewissen Voraussetzungen auf den Mieter umgelegt werden.
Ausführliche Informationen dazu finden Sie hier.

Wie viele Geräte müssen installiert werden?

Prinzipiell kann hier zwischen der Mindestausstattung und einer empfohlenen bzw. optimalen Ausstattung unterschieden werden. Die Gesetze der meisten Bundesländer sehen vor, dass zumindest Schlafzimmer, Kinderzimmer und Flure die als Fluchtweg dienen, mit zumindest einem Rauchmelder ausgestattet werden müssen. In einigen Bundesländern, wie zum Beispiel Berlin oder Brandenburg, müssen hingegen sämtliche Aufenthaltsräume ausgestattet werden. Alle Informationen dazu finden Sie natürlich auf unseren Informationsseiten zur Rauchmelderpflicht.

So funktionieren Rauchwarnmelder

Im Großen und Ganzen kommen in Deutschland sogenannte optische Rauchmelder (auch als fotooptische oder fotoelektrische Rauchwarnmelder bezeichnet) zum Einsatz, die nach dem sogenannten Streulichtprinzip (Tyndall-Effekt) funktionieren.

Rauchwarnmelder FunktionsweiseIn fotooptischen Brandmeldern befindet sich eine sogenannte Rauchkammer, welche durch ein sehr feinmaschiges Schutzgitter vor groben Verschmutzungen oder dem Eindringen von Insekten geschützt wird. Innerhalb dieser Kammer wird ein Lichtbündel von einer LED oder einem Laser abgegeben. Sobald Rauch in die Messkammer eintreten wird dieser Lichtbündel durch die Rauchpartikel gestreut (Streulicht) und trifft dadurch auch auf einen lichtempfindlichen Sensor, über welchen bei Überschreitung eines bestimmten Schwellenwertes der Alarm ausgelöst wird.
Optische Rauchwarnmelder zeigen ihre Stärken insbesondere bei der Detektion von langsam verlaufenden Entstehungsbränden und Schwelbränden mit hoher Rauchentwicklung bei geringer Wärme, wie sie in privaten Haushalten häufig vorkommen.

Da diese Brandmelder-Variante auf Grund der eingesetzten Technologie (Streulichteffekt) nicht nur auf Brandrauch, sondern beispielsweise auf Wasserdämpfe wie sie in der Küche oder im Badezimmer entstehen, reagiert, ergeben sich bei der Anwendung bestimmte Grenzen.
Zudem können sich diese, und verschiedene andere äußere Einflussfaktoren, auf den Verschmutzungsprozess der Rauchkammer auswirken, was unter Umständen zu einer reduzierten Lebensdauer des Melders oder auch Fehlalarmen führen kann. Daher wird beispielsweise in Küchen die Verwendung von Hitzemeldern oder auch spezieller Rauchmelder für die Küche empfohlen.

Weitere Brandmelder Arten

Neben diesen weit verbreiteten klassischen photooptischen Rauchwarnmeldern existieren noch verschiedene weitere Brandmelder Varianten. Folgend sollen einige dieser Melder und deren spezifischen Merkmale und Einsatzbereiche vorgestellt werden:

Wärmemelder / Hitzemelder

Hitzemelder bzw. Wärmemelder überwachen, wie die Bezeichnung schon impliziert, die Temperatur in einem bestimmten Überwachungsbereich. Je nach Modell wird der Alarm ausgelöst, sobald eine bestimmte Temperatur überschritten wird, oder wenn ein überdurchschnittlich schneller Temperaturanstieg in der Umgebungsluft registriert wird. Viele Hitzemelder kombinieren diese beiden Größen, um ein Höchstmaß an Sicherheit zu gewährleisten.
In der Regel werden Hitzemelder in Räumen, in welchen regelmäßig Dämpfe entstehen (z.B. Küche oder Badezimmer), oder in Bereichen in denen mit einer deutlich erhöhten Staubentwicklung zu rechnen ist (Z.B. Dachboden, Keller oder Werkstatt), installiert.

Kombimelder / Hybridmelder

Kombinierte Warnmelder, gemeinhin als Kombimelder, Hybridmelder der auch Dualmelder bezeichnet, vereinigen mehrere Detektionsverfahren in einem Gerät. In der Regel arbeiten die verschiedenen Verfahren dabei parallel zur gleichen Zeit – bei einigen Modellen können diese auch einzeln aktiviert oder deaktiviert werden. Die gebräuchlichsten Kombimelder die in Privathaushalten zum Einsatz kommen, sind Melder welche die Detektionsverfahren Hitze und Rauch oder Kohlenmonoxid und Rauch kombinieren. Einige Hersteller, wie beispielsweise Abus oder Gira bieten auch Rauchmelder an, welche die Messwerte „Rauch und Wärme“ vergleichsweise beurteilen um so eine höchstmögliche Fehlalarmsicherheit zu gewährleisten.

Kohlenmonoxidmelder

Kohlenmonoxidmelder bzw. CO-Melder gehören genau genommen nicht zu der Kategorie der Brandmelder. Der Zweck dieser Warnmelder liegt nicht darin rechtzeitig vor Bränden zu warnen, sondern in der Detektion von Kohlenmonoxid. Kohlenmonoxid ist ein hochgradig giftiges Rauchgas welches farblos, geschmacklos und geruchlos ist, und daher vom Menschen nicht wahrgenommen werden kann. Bereits geringe Mengen an Kohlenmonoxid in der Umgebungsluft können in kürzerster Zeit zum Tod führen. CO-Melder sind insbesondere in privaten Haushalten mit Gasthermen oder Kaminen weit verbreitet sollen rechtzeitig vor dieser unsichtbaren Gefahr warnen. Einige renommierte Hersteller bieten auch kombinierte Melder zur Detektion von Rauch und Kohlenmonoxid an.

Ionisationsrauchmelder

Wie auch fotooptische Geräte reagieren Ionisationsrauchmelder (kurz I-Melder) auf Rauchpartikel, jedoch wird hier nicht die Streulichtmethode, sondern die Messung der Leitfähigkeit der Luft angewendet. Hierfür wird in der Rauchkammer des Melders die Luft zwischen zwei Elektroden ionisiert, wodurch ein Stromfluss zwischen diesen ermöglicht wird. Sobald nun Rauch in die Messkammer eindringt, wird dieser Stromfluss beeinträchtigt wodurch der Ionisationsmelder Alarm auslöst.
Auch wenn Ionisationsrauchmelder insbesondere auch bei Flammbränden mit kleinen Rauchpartikeln nicht von der Hand zu weisende Vorteile haben, werden diese in Deutschland mittlereile äußerst selten und unter sehr strengen Auflagen genutzt.

Ionisationsrauchmelder enthalten eine geringe Menge radioaktiven Materials (i.d.R. Americium 241), welches bei einem unbeschädigtem Gerät zwar völlig ungefährlich ist, aber keinesfalls aus dem Melder entfernt und verschluckt oder eingeatmet werden darf. Ionisationsmelder sind außerdem nach dem Strahlenschutzgesetz zu entsorgen.

Flammenmelder

Flammenmelder kommen im privaten Bereich sehr selten zum Einsatz. Diese Feuermelder Variante reagiert auf Ultraviolett- und Infrarotstrahlung wie sie bei Bränden entsteht. Der Einbau dieser Geräte ist dann sinnvoll, wenn von einer schnellen Entstehung von offenen Flammen ohne vorangehender Rauchentwicklung gerechnet werden kann.

Rauchmelder, Funkrauchmelder oder Drahtvernetzt?

Die meisten der vorangegangenen Brandmelderarten können nicht nur als einzelne Warnmelder genutzt, sondern auch mit anderen Geräten vernetzt, werden.
In den meisten kleineren und eingeschossigen Wohnungen sollten sogenannte Einzelrauchmelder (auch als Stand-alone-Rauchmelder bezeichnet), also Geräte die nur lokal Alarm auslösen, in der Regel ausreichen. Die gesetzlich in DIN 14604 vorgeschirebene Mindestlautstärke eines Rauchmeldersirene muss zumindest 85 Dezibel in einer Entfernung von 3m erreichen. Dieser sehr laute und schrille Alarmton sollte wie bereits erwähnt in den meisten einstöckigen 3- oder 4 Zimmer Wohnungen ausreichend sein um in der gesamten Wohnung rasch wahrgenommen zu werden.

Probleme können sich jedoch in größeren oder mehrgeschossigen Wohnungen ergeben, in welchen die einzelnen Zimmer deutlich weiter voneinander entfernt liegen. Insbesondere bei geschlossenen Türen könnte der Alarm eines einzelnen Rauchmelders überhört, oder zu spät bemerkt, werden.
In Abhängigkeit der baulichen Gegebenheiten sollte demnach die Installation von vernetzten Rauchwarnmeldern in Betracht gezogen werden.
Während bei Stand-Alone-Geräten der Alarm nur bei jenem Melder ausgelöst wird, welcher auch den Rauch detektiert wird bei miteinander vernetzten Rauchwarnmeldern hingegen der Alarm bei allen Meldern im gesamten Netzwerk ausgelöst. Wird also beispielsweise vom Rauchmelder im Kinderzimmer Rauch detektiert, löst nicht nur dieser Alarm aus, sondern auch der Rauchmelder im Schlafzimmer der Eltern. Je nach Rauchwarnmelder-Modell ist eine Vernetzung mittels Kabel (Drahtvernetzung) oder per Funk möglich. Während bei Neubauten durchaus eine Kabelvernetzung in Betracht gezogen werden könnte, ist dies in bestehenden Wohnungen in der Regel zu aufwändig.

Gefahr: Kinder im Tiefschlaf

Kinder Rauchmelder Nacht

Speziell auch in Haushalten mit Kindern ist die Installation von vernetzten Rauchwarmmeldern empfehlenswert, da Kinder laut einer amerikanischen Studie, insbesondere im Tiefschlaf, nicht auf einen ausgelösten Rauchalarm reagieren. Gleiches gilt für Haushalte mit schwerhörigen Personen.

Eine nachträgliche Funkrauchmelder Montage ist hingegen problemlos und sehr einfach durchzuführen. Der Unterschied zur Montage herkömmlicher Einzelrauchmelder ist hier äußerst gering.
Prinzipiell können Funkrauchmelder mit bereits integriertem Funkmodul (z.B. Pyrexx PX-1C) und Melder mit optionalem Funkmodul (z.B. Ei650w) unterschieden werden. Der Montageaufwand unterscheidet sich hier ebenfalls nur geringfügig.

Sollten Sie noch nicht sicher sein, ob Sie einen Funkrauchmelder benötigen, empfiehlt sich der Kauf von Rauchmeldern welche auch im Nachhinein mit einem Funkmodul ausgestattet werden können. Eine Übersicht empfohlener Funkrauchmelder finden Sie in unserem Funkrauchmelder Test.

Smart Home Systeme und Rauchmelder

Smart Home Systeme sind heutzutage aus kaum einem Haushalt mehr wegzudenken. Neben der komfortablen Steuerung und Kontrolle von Licht, Raumklima und Stromverbrauch spielen dabei natürlich auch verschiedene Sicherheitsaspekte eine zentrale Rolle.
Die meisten Anbieter ermöglichen hier neben der Integration von Bewegungsmeldern, Kameras oder Tür- und Fenstersensoren auch die Einbindung von Rauchmeldern. Dadurch ergeben sich verschiedenste Möglichkeiten, wie beispielsweise:

  • Die in das Smart Home System integrierten Brandmelder werden automatisch miteinander vernetzt
  • Im Brandfall werden Push-Mitteilungen oder SMS direkt an das Smartphone gesendet
  • Einfache Durchführung von Funktionstests und Erstellung von Wartungsprotokollen
  • Der Zustand der Melder (z.B. Verschmutzung oder verbleibende Batterielebensdauer) und entsprechende Prognosen können bei einigen Systemen per App abgefragt werden
  • Verwendung der Rauchmelder als Alarmanlage (Sirene) oder alternative Szenarien

In unserem Smart Home Test finden Sie ausführliche Informationen zu Funktionen und Möglichkeiten aktueller Smarthome Systeme, welche die Integration von Rauchmeldern ermöglichen.
Zudem werden natürlich auch die entsprechenden Ergebnisse der durchgeführten Praxistests veröffentlicht.

Rauchmelder kaufen – darauf muss geachtet werden

Nachdem unter Berücksichtigung der vorangegangenen Ausführungen feststehen sollte, wie viele Rauch- oder Funkrauchmelder benötigt werden, stellt sich natürlich die Frage, welche Geräte überhaupt in Frage kommen. Die wesentlichsten Aspekte sind natürlich maximale Sicherheit und Zuverlässigkeit, zudem sollen die Melder jedoch auch möglich einfach zu Handhaben sein und im Idealfall gewisse optische Ansprüche erfüllen. Doch gibt es eine Möglichkeit gute Rauchmelder zuverlässig zu erkennen?

Ein erster wesentlicher Anhaltspunkt sind verschiedene Zertifizierungen und Anerkennungen. Besonders wichtig ist hier die europäische Produktnorm DIN EN 14604 – übrigens, bereits seit August 2008 dürfen nur noch nach dieser Norm zertifizierte Rauchmelder verkauft werden.

Die DIN EN 14604 legt verschiedene Anforderungen, Leistungskriterien und Prüfverfahren für Rauchmelder, die für die Nutzung in privaten Haushalten vorgesehen sind, fest.
Dazu gehören unter anderem Bestimmungen zur Gestaltung und Positionierung der Rauchkammer, der manuellen Testfunktion, unterschiedlichen Warnsignalen oder auch einige Kennzeichnungspflichten.

Beispiele für Anforderungen gemäß DIN EN 14604

  • Auftretender Rauch muss von allen Seiten in die Rauchkammer eindringen können
  • Die Raucheinlassöffnungen der Rauchkammer dürfen eine bestimmte Maximalgröße nicht überschreiten, um Verschmutzungen und dem Eindringen von Insekten vorzubeugen
  • Der Alarmton muss eine Lautstärke mindestens 85 dBA in einer Entfernung von 3 Metern aufweisen
  • Ein Warnsignal muss mindestens 30 Tage vor einem nötigen Batteriewechsel oder Austausch des Melders auf diesen Umstand hinweisen
  • Es muss ein Testknopf zur manuellen Funktionsüberprüfung vorhanden sein

Die Hersteller müssen darauf achten, dass ihre Geräte sämtliche Anforderungen erfüllen, und dies durch eine werkseigene Kontrolle in Verbindung mit einer entsprechenden Typprüfung nachweisen.
Darüber hinaus besteht auch die Möglichkeit die Rauch- und Funkrauchmelder von einer unabhängigen Prüfstelle wie beispielsweise der VdS Schadenverhütung oder TÜV Kriwan auf die Erfüllung der Anforderungen nach DIN EN 14604 prüfen zu lassen.
Dies wird oftmals als Indiz für eine hohe Qualität und Zuverlässigkeit angesehen – entsprechend geprüfte Modelle werden je nach Prüfstelle mit dem VdS oder TÜV Kriwan Logo ausgestattet. Dies bedeutet jedoch nicht zwangsweise, dass Geräte ohne diese Prüfsiegel schlechter sind.

Ausschließlich geprüfte Rauchmelder im Test

Alle in unserem Rauchmelder Test vorgestellten Geräte entsprechen natürlich vollumfänglich den Anforderungen nach DIN EN 14604. Auf eventuell vorhandene Siegel unabhängiger Prüfstellen weisen wir neben Informationen zur Stromversorgung, Herstellergarantie und Möglichkeiten zur Montage natürlich hin.
Zusätzlich veröffentlichen wir natürlich auch unsere eigenen Testergebnisse und Erfahrungen um damit ein möglichst umfangreiches Bild über die zahlreichen Modelle zu vermitteln.
Besonders Nennenswert ist dabei natürlich unser Langzeittest – denn nur so könne unserer Ansicht nach potentielle Schwächen oder Probleme erkannt werden.
Prominentes Beispiel: Der, auch von Stiftung Warentest zum Testsieger gekürte (2013), FireAngel ST-620 wurde durch die VdS Schadenverhütung GmbH geprüft und mit dem entsprechenden Logo ausgestattet, da sämtliche Anforderungen an Rauchwarnmelder erfüllt wurden. Nach relativ kurzer Zeit häuften sich jedoch die Beschwerden zu diesem Modell, da die mit etwa 10 Jahren angegebene Batterielebensdauer nicht annähernd erreicht wurde.
Unsere Langzeittests sollen unter anderem dazu beitragen, derartige Probleme frühzeitig zu erkennen und darüber zu informieren!

Wo kann man die getesteten Rauchmelder kaufen?

Rauchmelder und Funkrauchmelder sind spätestens seit Einführung der Rauchmelderpflicht in zahlreichen Baumärkten, Elektrofachmärkten und natürlich in vielen mehr oder weniger auf Brandschutz spezialisierten Onlineshops erhältlich. Während das Angebot im stationären Handel oftmals auf Produkte einiger weniger Hersteller begrenzt ist, sind in einigen Onlineshops verschiedenste Modelle und Varianten unterschiedlicher Hersteller erhältlich.

Für alle in unserem Rauchmelder Test vorgestellten Rauchwarnmelder stellen wir in den einzelnen Testberichten auch entsprechende Verweise zu möglichen Bezugsquellen zur Verfügung. Wir achten dabei natürlich penibel darauf, ausschließlich auf seriöse und zuverlässige Händler und Shops zu verweisen.