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Rauchmelder Fehlalarm – Ursachen und Vermeidung

Rauchmelder Fehlalarm

Die Installation von Rauch- und Funkrauchmeldern ist nicht nur gesetzlich vorgeschrieben, sondern stellt in der Regel eine nicht unerhebliche Investition in die eigene Sicherheit dar. Leider kommt es in vielen Haushalten jedoch immer wieder zu Alarmen, auch wenn keine tatsächliche Bedrohung besteht – ein Rauchmelder Fehlalarm ist dabei nicht nur sehr unangenehm, sondern stellt auch ein gewisses Sicherheitsrisiko dar, da der Alarm bei immer wiederkehrenden Störalarmen nicht mehr wirklich ernst genommen wird. Außerdem neigen völlig entnervte und frustrierte Nutzer verständlicher Weise oftmals auch dazu, die installierten Rauchmelder einfach zu deaktivieren.

Die gute Nachricht ist, die meisten Rauchmelder Fehlalarme lassen sich vermeiden. Folgend wollen wir daher auf die häufigsten Gründe für Fehlalarme, sowie auf Möglichkeiten und Maßnahmen zur Vermeidung eingehen. Zunächst ist es jedoch wichtig, die grundsätzliche Funktionsweise von klassischen Rauchwarnmeldern zu verstehen.

Die Funktionsweise von Rauchmeldern

Rauchkammer Leuchtdiode und FotozelleIn Deutschland kommen in privaten Haushalten prinzipiell sogenannte optische bzw. fotoelektrische Rauchmelder zum Einsatz. Um Rauch zu detektieren befindet sich im Gerät eine Rauchkammer mit einer Fotozelle sowie einer Leuchtdiode, welche einen permanenten Lichtstrahl abgibt. Sobald Rauch in die Rauchkammer eindringt, wird der Lichtstrahl gebrochen, wodurch Licht auf die Fotozelle trifft – dies löst wiederum dem Alarm aus. Optische Rauchmelder gelten bei klassischen Wohnungsbränden allgemein als sehr zuverlässig, müssen jedoch vor Verschmutzungen (z.B. Staub oder Insekten) geschützt werden, da diese bei Eindringen in die Rauchkammer ebenfalls zur Brechung des Lichtstrahls, und damit zu einem Fehlalarm, führen können. Gleiches gilt beispielsweise auch für Wasserdampf, da die Sensorik nicht zwischen Rauch oder Dampf unterscheiden kann.

Gründe für einen Rauchmelder Fehlalarm

Basierend auf der grundsätzlichen Funktionsweise, sollen folgend die häufigsten Ursachen für einen Rauchmelder Fehlalarm sowie mögliche Maßnahmen zur Vermeidung eingegangen werden.

1. Qualitativ hochwertige Rauchmelder

Ein besonders wichtiges Kriterium zur Vermeidung von Fehlalarmen stellt unserer Erfahrung nach zunächst der Rauchwarnmelder selbst – also das konkrete Modell – dar. Verschiedene Qualitätssiegel wie beispielsweise die VdS-Anerkennung oder das Qualitätssiegel „Q“ stellen eine erste Möglichkeit zur Identifizierung qualitativ hochwertiger Geräte dar. Dennoch kommt es auch vor, dass entsprechend gekennzeichnete Modelle aus verschiedenen Gründen anfällig für Fehlalarme sind.
Aus diesem Grund unterziehen wir alle in unseren Testberichten vorgestellten Rauchmelder einem echten Langzeittest. In den jeweiligen Rezensionen finden Sie gleich zu Beginn Informationen zu eventuellen Störungen oder Fehlalarmen.

2. Ungeeignete Installationsorte

Die Installation von Rauchwarnmeldern sollte prinzipiell nur in geeigneten Räumen und entsprechenden Positionen durchgeführt werden. Um Fehlalarme zu vermeiden, sollte in Räumen mit regelmäßig erhöhter Staub- oder Wasserdampfentwicklung, generell auf die Montage von klassischen Rauch- und Funkrauchmeldern verzichtet werden. Aus diesem Grund sind zum Beispiel auch Küchen oder Badezimmer von der gesetzlichen Rauchmelderpflicht ausgenommen. Wer diese Räume dennoch absichern möchte, kann auf sogenannte küchentaugliche Rauchmelder oder Hitzemelder zurückgreifen.

Um Rauchmelder Fehlalarme zu vermeiden ist auch die Positionierung der Geräte im Raum selbst ein wichtiger Aspekt. Je nach räumlichen Gegebenheiten muss hier unter Umständen auf Besonderheiten wie Dachschrägen, Lüftungsausgänge oder andere Faktoren geachtet werden. Beachten Sie hierzu auch unseren ausführlichen bebilderten Informationen zur korrekten Rauchmelder Montage.

3. Verschmutzung und Wartung

Wie jedes andere technische Gerät auch, können auch Rauchwarnmelder mit der Zeit defekt werden. Es ist daher besonders wichtig, regelmäßige Kontroll- und Wartungsarbeiten an den Installierten Geräten durchzuführen. In der Anwendernorm DIN 14676 ist daher vorgesehen, dass Rauchwarnmelder mindestens einmal im Jahr gewartet werden müssen. Zu den durchzuführenden Wartungsmaßnahmen zählen prinzipiell:

  • Die Beseitigung von Verschmutzungen (z.B. vorsichtiges Absaugen der Geräte)
  • Eine Sichtkontrolle und Überprüfung der Positionierung
  • Das Durchführen von manuellen Funktionstests

Werden diese Maßnahmen wie vorgesehen regelmäßig durchgeführt, reduziert sich das Risiko von Fehlalarmen erheblich. Beachten Sie dazu unsere Tipps und Infos zur Rauchwarnmelder Wartung. Gerne können Sie zur Erleichterung und Dokumentation der Arbeiten auf unser Rauchmelder Wartungsprotokoll zurückgreifen.

4. Batteriespannung / Batterielebensdauer

Sobald die Batterieleistung eine gewisse Schwelle unterschreitet, wird die i.d.R. durch ein akustisches Signal angezeigt. Dennoch kann es vorkommen, dass schwache Batterien zu Fehlalarmen führen. Wechseln Sie daher bei Modellen mit austauschbaren Batterien rechtzeitig die Batterien und achten Sie auf die diesbezüglichen Herstellerempfehlungen.
Hinweis: Lithium Batterien sollten nur bei Geräten eingesetzt werden, welche explizit dafür vorgesehen sind. Modelle mit fest verbauten Batterien müssen bei Unterschreiten einer spezifischen Spannung hingegen komplett ausgetauscht werden.

5. Maximale Nutzungsdauer

Die meisten Rauchwarnmelder sind für eine maximale Nutzungsdauer von 10 Jahren (einige Modelle, wie z.B. der Pyrexx PX-1 auch 12 Jahre) ausgelegt. Der Grund dafür ist vor allem die über die Jahre zunehmende Verschmutzung der Rauchkammer, welche auch zu vermehrten Fehlalarmen führt. Bei Modellen mit fest verbauten Batterien entspricht die Batterielebensdauer in der Regel auch der maximalen Nutzungsdauer. Beachten Sie bitte: Auch wenn der Warnmelder auch nach 10 Jahren noch ordnungsgemäß zu funktionieren scheint, muss dieser jedenfalls ausgetauscht werden.

Fazit: Rauchmelder Fehlalarm vermeiden

Zusammengefasst kann festgehalten werden, dass bei Berücksichtigung der vorangehenden Punkte die Wahrscheinlichkeit von Fehlalarmen auf ein Minimum reduziert werden kann. Besonders die Auswahl qualitativ hochwertiger Modelle, das korrekte Anbringen der Geräte sowie die regelmäßige Durchführung von Wartungsmaßnahmen spielen hierbei eine entscheidende Rolle. Sollten Sie Probleme mit Ihren Geräten haben, würden wir uns natürlich über entsprechende Informationen freuen, um diese Gegebenenfalls in unsere Testberichte einfließen lassen zu können.